Industrie 4.0: OPASCA als Leuchtturmprojekt im Land für die Produktion der Zukunft ausgezeichnet

Staatssekretärin Schütz: „Die prämierten Lösungen zeigen, dass mittelständische Industrieunternehmen und Startups im Land bei der Umsetzung von Industrie 4.0 führend sind“

Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz hat am Montag, den 2. Juli 2018, die aktuellen Preisträger des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. Insgesamt wurden 14 Unternehmen prämiert, die Industrie 4.0 erfolgreich im Betriebsalltag anwenden.

OPASCA wurde für seine digital vernetzte Lösung zur Optimierung des Workflowmanagements und der Patientensicherheit an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) ausgezeichnet. In der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie im UMM ist mit der Implementierung eines Patientenregistrierungs- und Anmeldungssystems sowie des automatischen Patientenaufrufs die Workflow-Effizient signifikant gesteigert worden. Zudem wurde mithilfe einer Patientenvalidierung, bei der biometrische Daten des Patienten abgeglichen werden, die Patientensicherheit durch die Vermeidung von Patientenverwechlungen deutlich erhöht. Weitere Details dieses Projekts finden Sie auf der Seite der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg.

„Mittelständische Industrieunternehmen und Startups in Baden-Württemberg sind bei der Umsetzung von Industrie 4.0 führend, wie die heutigen Prämierungen eindrucksvoll zeigen. Mit der Preisverleihung machen wir praxisnahe Lösungen zum Anfassen noch bekannter. Gerade kleine und mittlere Unternehmen wollen wir damit motivieren, die realen Chancen der Industrie 4.0 aktiv anzugehen“, sagte Schütz bei der Verleihung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Baden-Württemberg werde nur führender Innovations- und Wirtschaftsstandort Europas bleiben, „wenn gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen im Land nicht den Anschluss bei der Digitalisierung verlieren“, so die Staatssekretärin.

Mit dem Wettbewerb sucht die „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ nach innovativen Konzepten aus der Wirtschaft, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Neben dem Innovationsgrad wird auch die konkrete Praxisrelevanz für Industrie 4.0 bewertet.

Die prämierten Projekte deckten eine große Bandbreite von Branchen und Technologien ab und zeigten, „dass Industrie 4.0 nicht nur spezielle Branchen wie Maschinenbau oder Automobilindustrie, sondern die gesamte industrielle Wertschöpfung betrifft“, so Staatssekretärin Schütz.

Die Auszeichnung „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“

Der fortlaufende Wettbewerb „100 Orte für Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ zeichnet seit 2015 herausragenden Ideen aus Wirtschaft und Wissenschaft aus, die das Potenzial von Industrie 4.0 voll ausschöpfen. In Summe wurden in sieben Prämierungsrunden bislang 127 Unternehmen, Institute und andere Organisationen ausgezeichnet. Im Laufe des Jahres 2017 wurde die Zahl 100 erreicht und überschritten. Aufgrund der positiven Auswirkungen auf die Sichtbarkeit der ausgezeichneten Unternehmen und Organisationen, wird der Wettbewerb weiter fortgeführt. Die prämierten Unternehmen erhalten eine Ehrenurkunde und eine Glasplakette, die am Unternehmensstandort angebracht werden kann. Zudem werden die Preisträger auf der Internetseite der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ präsentiert.

Mit Beginn des Jahres 2018 werden erstmals quartalsweise branchen- oder themenspezifische Akzente gesetzt, um Bereiche auszuzeichnen, die bisher weniger Beachtung erfahren haben. Im ersten Quartal 2018 lag dabei der Fokus insbesondere auf Digitalisierungslösungen aus der Chemischen Industrie sowie der Gesundheitsindustrie, d.h. der Medizintechnik, der Pharmazeutischen Industrie und der Biotechnologie. Auch bei diesen Bewerbungen standen die Kriterien von Marktrelevanz und Innovationsgrad der Lösung im Vordergrund der Bewertung. Neben den drei Preisträgern aus dem Themenfokus der Chemischen Industrie und der Gesundheitsindustrie, werden selbstverständlich alle hervorragenden Lösungen weiterhin ausgezeichnet.

Die Netzwerkinitiative „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ will Kompetenzen aus Produktionstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik bündeln, alle wesentlichen Akteure vernetzen und durch innovative Transferangebote den industriellen Mittelstand in Richtung Industrie 4.0 begleiten.

Als Sprecher steht der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ Dr.-Ing. E.h. Manfred Wittenstein (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wittenstein SE) vor. Die Koordinierungsstelle ist beim VDMA-Landesverband Baden-Württemberg angesiedelt. Die Partner der Allianz – Unternehmen, Kammern, Verbände, Cluster, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Sozialpartner – streben an, Baden-Württemberg als weltweit führende Region für Industrie 4.0-Technologien zu etablieren. Kleine und mittlere Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle und sollen von der Allianz profitieren..