Patient im Mittelpunkt: Strahlentherapie der Universitätsmedizin Mannheim setzt in ihrem Klinik-Workflow neuartiges Registrierungsterminal der Firma OPASCA ein

 

Auch in diesem Jahr gehört die Universitätsmedizin Mannheim (UMM) laut FOCUS-Gesundheit wieder zu den „Top Nationalen Krankenhäusern“. Die Auszeichnung durch FOCUS erfolgt auf Basis von Expertenempfehlungen sowie detaillierten Qualitätsauswertungen und Patientenbefragungen. Ausgezeichnet im deutschen Vergleich für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung sowie hohe Expertise wurden auch die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie sowie der Klinikdirektor, Prof. Dr. med. Frederik Wenz.

Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der Universitätsmedizin Mannheim weist nicht nur fortschrittlichste Behandlungstechnologien, eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und international renommierte Experten auf, sondern legt auch größten Wert auf eine patientenzentrierte Ausrichtung aller Abläufe: „Bei uns steht ganz klar der Patient im Mittelpunkt. Vielen fällt es schwer, sich in ihrer Situation zurecht zu finden. Sie haben Ängste und viele Fragen – was ganz verständlich ist. Für uns ist der Alltag mit dem Krebs Routine. Wir wollen unsere Patienten nicht nur dabei unterstützen, wieder gesund zu werden, sondern die Zeit bei uns in der Klink so angenehm wie möglich zu gestalten“, erläutert Beate Schweizer, Leiterin des Teams der Medizinisch-Technischen Radiologie-Assistenten.

Innovationen trotz knappen Budgets

Doch auch die Universitätsmedizin Mannheim steht unter wirtschaftlichem Druck: Von einer Einrichtung der Maximalversorgung werden nicht nur überdurchschnittliche Leistungsangebote, sondern auch Innovationen erwartet – und hierfür müssen entsprechende Mittel und Ressourcen verfügbar sein. Prof. Dr. med. Frederik Wenz, der neben seiner Leitungsfunktion der Klink für Strahlentherapie und Radioonkologie auch Ärztlicher Direktor der Universitätsmedizin Mannheim ist, nimmt diesen Spagat mit professioneller und visionärer Gelassenheit: „Unser höchstes Ziel ist es, jeden einzelnen Fall individuell zu beurteilen und unseren Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Dabei darf man aber nicht nur die Therapie als solche betrachten, sondern muss auch alle Prozesse darum herum sehen. Neben einem breiten Spektrum an innovativsten Therapien müssen wir insbesondere auch eine adäquate Verwaltung und Patientenbetreuung vorweisen können. Nur dann werden wir einem möglichst großen Patientenkreis den Zugang zu unserem umfangreichen Angebot an modernsten Diagnose- und Behandlungsmethoden sicherstellen können.“ Eine Vorreiterrolle innerhalb der Universitätsmedizin Mannheim nimmt die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie sicherlich ein. Als sehr technikgeprägte Disziplin sind alle Mitarbeiter mit den neuesten Technologien vertraut und wissen um den Mehrwert von Fortschritt bei Digitalisierung und Vernetzung: insbesondere mehr Zeit für die individuelle Patientenversorgung. „Gemeinsam mit OPASCA arbeiten wir bereits seit 2013 daran, alle unsere Prozesse und Abläufe mit unseren Räumen und Geräten zu verbinden und die Patienten in den Mittelpunkt zu stellen“, berichtet Dr. Anika Jahnke, Medizinphysikerin in der Strahlentherapie.

 

 

Strahlentherapie 4.0 als Vorreiter der smarten Klinik 4.0

OPASCA ist seit 2011 auf die Ausstattung von Einrichtungen zur Strahlentherapie mit innovativen technischen Assistenzsystemen spezialisiert, die den Therapie-Workflow komplementieren. Da liegt – neben der geografischen Offensichtlichkeit – eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mehr als nah. Gemeinsam begründeten die Partner die Definition der Strahlentherapie 4.0 im Sommer 2016: Das dabei definierte „Closed-loop-Feedback-Prinzip in der Therapie und im Workflow“ bedeutet den ständigen kontinuierlichen und vor allem multilateralen Austausch zwischen den Akteuren der Strahlentherapie, die entsprechenden Konsequenzen für die täglichen Abläufe sowie effiziente Verfügbarkeit aller Daten und Einsatz innovativer Technologien. Ziel ist es, die modernen Therapieverfahren in einem patientenzentrierten Workflow zusammenzuführen.

 

Seit 2016 sind die Patienten der Universitätsmedizin Mannheim auf Basis von OPASCA Workflow Suite konsequent in den Klinik-Workflow eingebunden, können sich eigenständig an- und abmelden, erhalten Live-Informationen zu ihren Terminen und können auf Fingerdruck Arztgespräche und Rezepte anfordern. Durch ein datenschutzkonformes Aufrufsystem wird die Privatsphäre der Patienten im Wartebereich gewahrt: Sie werden anhand einer individuellen Farb-Nummer-Kombination aufgerufen. Wem der Aufruf gilt, wissen so nur die Patienten selbst sowie das Personal, das den Aufruf mit einer einfachen Fingerberührung auslöst und den Patienten so in die Umkleidekabine bittet.

Patientenaufnahme: Moderne Assistenzsysteme verkürzen Wartezeiten und entlasten das Fachpersonal

Den individuellen Farb-Nummer-Code erhielten alle Patienten auf einem Patientenpass bei ihrem ersten Besuch noch bis vor kurzem an der Anmeldung. Doch auch hier geht die Klinik jetzt noch einen Schritt weiter: Über das neue OPASCA-Registrierungsterminal, welches erstmals in Mannheim zum klinischen Einsatz kommt, können die Patienten nun eigenständig ihren Patientenpass anfordern – und zwar einfach und intuitiv mit ihrer Gesundheitskarte. Die Daten der Gesundheitskarte werden automatisch ausgelesen und systemseitig direkt mit der datenschutzsicheren Farb-Nummer-Kombination verknüpft. Der digitale Patientenpass, der durch das Registrierungsterminal automatisiert ausgegeben wird, weist die Kontaktdaten der Klinik und den individuellen Code – ein Rückschluss auf die Patientendaten ist zu keinem Zeitpunkt nicht möglich! Mit dem Patientenpass können sich die Patienten – auch bei Wiederkehr – wie bereits gewohnt autonom an den Anmeldungsterminals anmelden: Alle in OPASCA eingebundenen Arbeitsplätze werden umgehend über die Anwesenheit und den Aufenthaltsort des jeweiligen Patienten informiert. Durch diesen einfachen Zwischenschritt wird das Fachpersonal an der Anmeldung entlastet und Wartezeiten auf Patientenseite reduziert.

An einem Arbeitsplatz-Terminal der Anmeldung werden nach Abschluss der Vorregistrierung durch den Patienten die Daten der Gesundheitskarte, die aktuelle Wartezeit sowie die zugeordnete Farb-Nummer-Kombination angezeigt. Das in den Registrierungsworkflow eingebundene Fachpersonal kann nun den Patienten mit der ihm individuell zugeordneten, auf dem Patientenpass angegebenen Farb-Nummer-Kombination datenschutzkonform und anonymisiert über eine akustisch-visuelle Ausgabe auf den Informationsdisplays in den Wartebereichen aufrufen und den – zuvor eigenständig durch den Patienten initiierten – Registrierungsprozess abschließen. Dabei werden die bereits von der Gesundheitskarte ausgelesenen Daten und die Farb-Nummer-Kombination mit dem entsprechenden Datensatz im Klinikinformationssystem (KIS) oder im jeweils verwendeten Informationssystem (ROKIS, RIS, etc.) verbunden. Systemseitig besteht nun eine eindeutig identifizierbare Zuordnung zwischen dem Patienten, dem digitalen (OPASCA-)Patientenpass und dem persönlichen Patientendatensatz im Klinikinformationssystem. Über den Patientenpass selbst ist diese Identität jedoch nicht zu erschließen. Bei Bedarf können direkt am Registrierungsterminal auch Dokumente, beispielsweise Überweisungen, eingescannt und interpretiert, ein Patientenfoto aufgenommen und anhand strukturierter Fragebögen weitere Informationen erfasst werden.

 

Systemübergreifende Vernetzung klinikweit

Die Zukunft des OPASCA-Registrierungsterminals sieht Prof. Wenz in der krankenhausweiten Patientenaufnahme: „Die bisher durchweg positiven Erfahrungen sowohl auf der Patienten- als auch Klinikseite ermutigen uns, die Registrierungsterminals zur Vereinfachung der administrativen Patientenaufnahme in allen Ambulanzen unseres Hauses und in der zentralen Patientenaufnahme einzusetzen.“ Schon jetzt wird das OPASCA-Registrierungsterminal von den Patienten und Mitarbeitern der UMM ganz passend als „Welcome-Kiosk“ bezeichnet. Sorgen darüber, ob seine Patienten mit dieser Technologie zurechtkommen, macht sich der Ärztliche Direktor nicht: „Zum einen belegen Statistiken, dass der Großteil der heute über 60-Jährigen bereits im Umgang mit den neuen, smarten Technologien vertraut ist. Zum anderen wachsen die Patienten von morgen bereits damit auf. Nichtsdestotrotz stellt diese Automatisierung eine zusätzliche Alternative zu dem persönlichen Kontakt dar. Es gibt nach wie vor „echte“ Menschen, die bei möglichen Fragen zur Verfügung stehen und Patienten unterstützen. Der persönliche Kontakt wird keinesfalls substituiert, er wird vielmehr konzentriert und ermöglicht so eine noch individuellere, persönliche Patientenversorgung.“